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Laut einer Umfrage des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (ifas) beklagen sich 56 Prozent aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, dass sie zu wenig Zeit für ihre Patienten haben, 29 Prozent fühlen sich von ihrer Arbeit gar ausgebrannt und 30 Prozent seien mit ihrem Einkommen unzufrieden. Auf Seite der Psychotherapeuten sind es sogar 55 Prozent, die mit ihrem monatlichen Einkommen nicht zufrieden sind. Der Ärztemonitor ergab ebenso, dass rund jeder vierte Arzt (24 Prozent) in den nächsten fünf Jahren seine Praxis abgeben möchte und über 71 Prozent derer die Suche nach einem Nachfolger als schwierig empfinden.
Faszinierend: Trotz aller Bedenken und Sorgen ist keine Berufsgruppe ist so zufrieden mit ihrem Beruf wie Ärzte und Psychotherapeuten. So herrscht laut der Umfrage bei 90 Prozent aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie bei 98 Prozent aller Therapeuten Zufriedenheit.
Weitere interessante Umfrageergebnisse lesen Sie im Deutschen Ärzteblatt (Jg. 113, Heft 43) oder unter folgendem Link:
» www.aerzteblatt.de/archiv/183218/Aerzteumfrage-Grosse-Zufriedenheit-trotz-hoher-Belastung
Unter dem Titel "Die Medizin wird weiblich" ist in der KU Gesundheitsmanagement 03/2016 ein interessanter Artikel erschienen, der die bereits bekannten Trends nochmal recht übersichtlich zusammenfasst.
Dabei wird auf die Bedürfnisse der sog. Generation Y und den immer höher werdenen Anteil weiblicher Ärztinnen eingegangen sowie die damit verbundenen Implikationen für das Personalmanagement. Dazu gehören z.B. eine veränderte Vorstellung von attraktiver Arbeit ("Leben beim Arbeiten"), der Wunsch nach Flexibilität, eine höhere Wechselbereitschaft der Arbeitgeber, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etc.
Die bereits bekannten Trends haben selbstredend einen Einfluss, wie Krankenhäuser sich zukünftig als attraktiver Arbeitgeber präsentieren sollten, wie sie Mitarbeiter binden können und somit im Kampf um qualifizierte Fachkräfte bestehen. Wir beraten Sie gerne zu damit verbundenen Themen wie Führungskultur, Employer Branding, Patienten-, Mitarbeiter- und Zuweiserbefragungen.

» KU Gesundheitsmanagement 03/2016 (S. 54-58)
Das Ärzteblatt hat am 19.04.16 einen Artikel mit interessanten Wirtschaftszahlen zur Gesundheitsbranche veröffentlicht, basierend auf Analysen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Diese stimmen hinsichtlich vieler Trends (z.B. Teilzeitarbeit) sehr gut mit unseren Erfahrungen aus der Beratertätigkeit überein.

Die Gesundheitswirtschaft erreichte 2015 einen Anteil von 12% am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von insgesamt 3 Billionen Euro und gehört damit nach der Industrie, dem öffentl. Sektor und dem Sektor Handel, Verkehr & Gastgewerbe zu den entscheidenen Wirtschaftsmotoren. 6,8 Millionen Menschen hat die Gesundheitsbranche im zurückliegenden Jahr beschäftigt. Damit war rund jeder sechste Erwerbstätige in der Branche tätig. Das waren rund 100.000 mehr als 2014 und 900.000 mehr als im Jahr 2004. Die Tendenz ist daher stetig steigend. Im Schnitt wächst der Wirtschaftszweig Gesundheitswesen in Ost und West mit 3,5 Prozent im Jahr etwa gleich stark und damit gut doppelt so kräftig wie die Gesamtwirtschaft. Der Trend zur Ambulantisierung zeigt sich auch in den Wachstumszahlen, da der ambulante Sektor im Vergleich zum stationären Sektor noch stärker zulegte. Auch wird die Gesundheitsbranche immer offener für Teilzeitbeschäftigungen: Der Teilzeitanteil hat auf Basis von Daten aus 2014 mittlerweile 21,3 Prozent erreicht gegenüber 12,3 Prozent im Jahr 2004.

Weitere interessante Daten finden Sie unter folgendem Link sowie beim BMWi.
» www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitswirtschaft/article/909607/wirtschaftskraft-jobmotor-gesundheitswirtschaft-brummt.html
In unserer Beraterfunktion erleben wir immer wieder die Frage seitens der Kandidaten, wie viel Wert einer Habilitation beigemessen wird. Im Deutschen Ärzteblatt vom 25. März 2016 sind interessante Informationen dazu veröffentlicht. So hatte z.B. eine beendete Habilitation bei 71% der Umfrageteilnehmer (n=628) einen beruflichen Aufstieg zur Folge. Auch wenn daraus noch keine kausale Beziehung abgeleitet werden kann, so ist die Habilitation sicherlich immer noch karrierefördernd.
Im Durchschnitt habilitierten die Teilnehmer mit 38 Jahren. Als wesentliche Motivationsfaktoren für die Habilitation wurden (i) Freude an der Forschung und (ii) bessere berufliche Zukunftschancen angegeben. Hinsichtlich der Reformwünsche für die Habilitation standen (i) eine bundeseinheitliche Habilitationsordnung, (ii) verringerte Abhängigkeit von Ordinarien sowie (iii) mehr Transparenz ganz oben.
Mehr zu den Ergebnissen finden Sie unter folgendem Link:
» m.aerzteblatt.de/print/175480.htm
Der Aufkauf von öffentlichen Häusern durch private Konzerne hat in den 3 letzten Jahren deutlich abgenommen im Vergleich zum Trend der vorherigen 20 Jahre. Seit der Wiedervereinigung stieg die Zahl der privat geführten Häuser um rund 10 Prozentpunkte pro Jahrzehnt, in den letzten 3 Jahren wuchs der Marktanteil privater Träger jedoch nur 1,9 Prozent. Dies liegt auch daran, dass die Öffentlichen und Freigemeinnützigen den Wettbewerb im Gesundheitswesen angenommen haben, besser zusammenarbeiten und sich attraktiver im Markt positionieren. Bemerksenswert ist das trotz der finanziellen Unterversorung vieler Häuser. Weitere Informationen dazu finden sich in der aktuellen kma (20. Jg. / Dez 2015).

» www.kma-online.de/kmamagazin/
Das Ergebnis einer Studie zur Arbeitsqualität in Deutschland im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums, für die mehr als 7000 Beschäftigte und rund 700 Personalverantwortliche befragt wurden, stimmt sehr gut mit unserer täglichen Beratungserfahrung im Gesundheitswesen überein. Es ist nicht die schlechte Bezahlung, die Mitarbeiter zum Jobwechsel treibt - es sind vor allem die Suche nach einem besseren Chef (76 Prozent), nettere Kollegen und besseres Klima (73 Prozent) sowie bessere Arbeitsinhalte (72 Prozent). Die bessere Bezahlung (61 Prozent) stand dabei er auf Platz 5 der Jobwechelmotive - noch hinter den Karriere- und Weiterbildungsaussichten (66 Prozent). Auch wenn die Studie nicht speziell für das Gesundheitswesen durchgeführt wurde, ist gut zu erkennen, dass die Attraktivität einer Position immer mehr von atmosphärischen Faktoren bestimmt wird.
In Zusammenarbeit mit den Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach haben wir einen Fachbeitrag zum Thema "Markenstrategie" in der Fachzeitschrift KU Gesundheitsmanagement (Ausgabe August 2015) veröffentlicht. Der Titel lautet „Hier gehöre ich hin!“ – Das Krankenhaus als Marke am Beispiel der Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach.
Der Beitrag beschreibt, warum das Thema Marke für Krankenhäuser immer wichtiger wird, was eine erfolgreiche Marke ausmacht und in welchen Schritten eine langfristige Markenstrategie entwickelt werden sollte. Unterstützt werden die einzelnen Aspekte durch konkrete Beispiele der Kliniken Maria Hilf. Wir freuen uns über Feedback und hoffen, dem Krankenhausmanagement mit diesem Beitrag hilfreiche Anregungen zu geben. Für weitere Auskünfte stehen wir gern zur Verfügung.

» www.ku-gesundheitsmanagement.de/fileadmin/content/default/dokumente/ku-inhalt.pdf
Bedürfnisse der Mitarbeiter identifizieren, die Zufriedenheit steigern, die Atmosphäre verbessern: Das sind i.d.R. Ziele einer Mitarbeiterbefragung. Doch wie sind deren Folgeeffekte, z.B. auf Bindung, Arbeitsqualität, Fehlzeiten etc. Antworten darauf gibt der Engagement-Index der Gallup Organization, eines der führenden Marktforschungsinstitute. Es wird gezeigt, dass die Fehlzeiten von Mitarbeitern mit hoher emotionaler Bindung deutlich unter denen von Mitarbeitern mit niedriger emotionaler Bindung liegen. Weiterhin kommt es bei geringerer emotionaler Bindung an eine Organisation zu mehr Arbeitsunfällen sowie Mängeln in der Qualität der geleisteten Arbeit. Diese Faktoren sind natürlich insbesondere für Krankenhauser erfolgsentscheidend.
Der Index zeigt auch, dass mit steigender emotionaler Bindung die Fluktuationsneigung der Mitarbeiter geringer wird und damit entscheidend im Kampf um die besten Fachkräfte sein könnte. Außerdem ist die Produktivität der Mitarbeiter mit hoher emotionaler Bindung im Vergleich zu ihren Kollegen mit niedriger Bindung deutlich höher.

Doch wie lässt sich der Grad der emotionalen Bindung steigern? Der Gallup Engagement-Index beschreibt, dass eine hohe emotionale Bindung beispielsweise durch die Arbeitsatmosphäre, die Identifikation mit der Strategie des Unternehmens oder die Weiterentwicklungsmöglichkeiten erreicht wird. Inwieweit diese Bedürfnisse erfüllt werden und an welchen Stellschrauben eine Klinik Veränderungen vornehmen muss, kann durch eine Mitarbeiterbefragung optimal abgefragt werden. Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne dazu.
Eine gute Arzt-Patienten-Beziehung fördert die Genesung, die Zufriedenheit auf beiden Seiten und die Qualität der Versorgung. Ein wichtiger Faktor dafür sind kommunikative Komptenzen von Ärzten. Der Deutsche Ärztetag hat sich mit kommunikativen Kompetenzen im Alltag von Ärzten beschäftigt und möchte diesen Aspekt in Zukunft stärker in die Aus- und Weiterbildung von Ärzten integrieren. Dazu müssen allerdings auch die Arbeits- und Rahmenbedingungen eine geeignete Kommunkationssituation ermöglichen. Wir finden den dazu erschienenen Artikel im Ärzteblatt (Jg. 112, Heft 21-22) äußerst lesenswert, mit interessanten Fakten und Meinungen zum Stellenwert von Kommunikation im ärztlichen Beruf.

» www.aerzteblatt.de/archiv/170693/Kommunikative-Kompetenz-Mut-zum-Beziehungsaufbau
Unter der Rubrik Personalmanagement ist in der Zeitschrift Das Krankenhaus (5.2015) ein interessanter Artikel zur immer schwieriger werdenden Rekrutierung von ärztlichem Personal, den damit verbundenen Problemen der Arbeitsorganisation sowie den Mängeln in der Weiterbildung erschienen. Erstaunlich und sicherlich auch skeptisch zu betrachten ist in Zeiten steigender Fallzahlen u.a. der Rückgang an Pflegepersonal bei gleichzeitig starker Zunahme des ärztlichen Personals. Weitere Probleme wie z.B. die ungleichmäßige ärztliche Besetzung, der Arbeitszeitregelungen, der Mangel an Evaluationen und des positiven Betriebsklimas zur Weiterbildung werden angerissen.

» www.daskrankenhaus-online.de/
Das Deutsche Ärzteblatt (Jg. 112, Heft 16) zeigt auf, dass der Bedarf an Ärzten stärker steigt als die Gesamtzahl der berufstätigen Ärzte, die im Jahr 2014 um 2,2% gestiegen ist. Interessant ist außerdem, dass die Teilzeitarbeit weiterhin stark zunimmt, die Zahl ausländischer Ärzte stetig ansteigt und die Abwanderungen deutscher Ärzte ins Ausland leicht zurück gegangen ist. Insgesamt sind laut Prof. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der BÄK, mindestens 10% mehr Ausbildungsplätze nötig, um dem Ärztemangel angemessenen entgegenzuwirken. Weitere Informationen und Statistiken sind unter dem folgenden Link zu finden:

» www.aerzteblatt.de/archiv/169269/Aerztestatistik-Aerztemangel-bleibt-bestehen
In der aktuellen f&w Ausgabe (04/2015) zeigt ein Beitrag des Klinikums rechts der Isar, dass bereits eine Mitarbeiterbefragung wesentlich zum Aufbau einer positiven Unternehmenskultur beitragen kann - und zwar unabhängig von der Umsetzung bestimmter Schritte.

Eine Mitarbeiterbefragung kann aber noch wesentlich mehr. Bei Interesse geben Ihnen die Berater von Kappes & Partner gerne Auskunft über die Möglichkeiten und Potentiale einer Mitarbeiter-, Patienten- und/oder Zuweiserbefragung.

» https://www.bibliomed.de/fundw/-/magazine/detail/11392727
Dr. Arndt Dohmen und Manfred Fiedler sind die Autoren eines aus unserer Sicht sehr lesenswerten, kritischen Beitrag zur Ökonomisierung im Gesundheitssystem. Unabhängig davon, wie man der Ökonomisierung gegenübersteht, gibt der Artikel zahlreiche gedankliche Anregungen und fasst die Entwicklung der vergangenen Jahrzente sehr gut komprimiert zusammen.
» www.aerzteblatt.de/archiv/168344/Oekonomisierung-im-Gesundheitswesen-Betriebswirtschaftlicher-Erfolg-als-Unternehmensziel
Prof. Dr. Anja Lüthy von der FH Brandenburg sieht es mittlerweile als gesichert an, dass eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bei Mitarbeitern eine zufriedene und leistungsbereite Stimmung auslöst, die sich auch positiv auf den betriebswirtschaftlichen Erfolg auswirkt. Das Arbeitgeberimage, z.B. hinsichtlich der Unternehmenskultur oder der Veinbarkeit von Beruf und Familie, ist zum entscheidenden Auswahlkriterium für den jungen Nachwuchs geworden. Krankenhäuser sollten daher in Zukunft besonderen Wert auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und ihr Image als Arbeitgeber (Employer Branding) legen.
» Quelle: KU Gesundheitsmanagement (83. Jahrgang)
Am 19. und 20. Mai findet im Hannover Congress Center der diesjährige Kongress KlinikManagementPersonal statt (zuvor unter dem Namen Personalkongress der Kliniken). Durch einen ganzheitlichen Blick auf das Thema Human Resources bietet dieses Event eine gute Gelegenheit, sich mittels Fachvorträge und Diskussionsforen auszutauschen. Die Berater von Kappes & Partner werden anwesend sein und freuen sich auf spannende Diskussionen und neue, inhaltliche Anregungen.
» www.personalkongress-kliniken.de/2015/home/
Ergebnisse einer Studie der Fachhochschule Münster weisen darauf hin, dass Krankenhäuser, die ihre Arbeitsplatzattraktivität gezielt steigern wollen, vor allem ihr Betriebsklima, ihre Fort- und Weiterbildungsangebote, ihre Vorgesetzen und deren Führungsstil sowie die Arbeitsbelastung insgesamt kritisch durchleuchten und hinterfragen sollten. Können die gewonnenen Erkenntnisse in ein systematisches und intelligentes Personalmanagement für den Arbeitsplatz Krankenhaus überführt werden, seien laut der Studie wahrscheinlich sehr positive Effekte auf die Motivation der Ärzte zu erwarten, verbunden auch mit deutlich verbesserten Chancen bei der Personalsicherung im Wettbewerb um die Ressource Arzt im Krankenhaus.
Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr, dass die Erhebung von Informationen zur Mitarbeiterzufriedenheit sowie den dazugehörigen Faktoren entscheidend für den Erfolg eines Krankenhauses sind.
» www.aerzteblatt.de/archiv/135640/Arbeitsplatz-Krankenhaus-Was-Aerzte-zufriedener-macht