aktuelles

Aktuelles

Die ÄrzteZeitung hat am 06.07.2017 einen interessanten Artikel zur Debatte über den Generationenkonflikt in deutschen Kliniken publiziert. Er fasst kurz und eingängig zusammen, welche Aspekte zwischen jüngeren und älteren Kollegen im Vordergrund stehen. Diese umfassen (un)realistische Vorstellungen zum Gesundheitssystem, Verdichtung der Arbeitsbelastung, Führungsstile sowie Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderungsvorschlägen jüngerer Kollegen. 3 Minuten Gedankenfutter.

» www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/junge-aerzte/article/939354/arbeitsmoral-junge-aerzte-kaempfen-vorurteile-aelterer-kollegen.html
Eine Studie der Western University in London, Ontario bestätigt unsere Philosophie und Arbeitsweise: der persönliche Kontakt zählt! Die Studie ergab, dass persönliche Anfragen 34-mal effektiver seien, als eine textbasierte Kommnunikation per E-Mail. Weitere Details zur Studie finden Sie unter:

» www.businessinsider.de/studie-zeigt-ein-persoenliches-gespraech-ist-34-mal-effizienter-als-eine-mail-2017-6
93 Prozent der Ärzte und 82 Prozent der Bevölkerung beurteilen die Gesundheitsversorgung in Deutschland als gut oder sogar sehr gut. Anlass zur Sorge geben aber der zunehmende Kostendruck und ein generell zu beobachtender Personalmangel, auch im Krankenhaus. Laut einer aktuellen Umfrage klagen 68 Prozent der Krankenhausärzte über Personalmangel. Im Bereich der Pflege gaben rund 32 Prozent der deutschen Kliniken an, offene Stellen nicht besetzen zu können. Der Personalmangel macht es vielerorts notwendig, die Beschäftigten hohen Arbeitsbelastungen auszusetzen mit der Folge von Motivationsdefiziten, Qualitätsmängeln, erhöhtem Krankenstand und großer Fluktuation. Lesen Sie weitere Details zu "Personalmangel im Krankenhaus" unter folgendem Link:
» www.general-anzeiger-bonn.de/verlag/anzeigen/verlagsbeilagen/Wirtschaftsmagazin/Personalmangel-im-Krankenhaus-article3537927.html
In einem aktuellen Interview des Online-Magazins "Spiegel-Online" berichtet der ehemalige Chefarzt Ulrich Hildebrandt über das System moderner Kliniken. Das Ziel vieler Krankenhäuser sei es, dass "Patienten so kurz wie möglich und exakt so lange wie nötig im Haus bleiben, um mit ihnen Geld zu verdienen. Die Matratzen dürfen nicht kalt werden, es dürfen erst recht keine Betten leer stehen", so der Chirurg. Geld oder Gesundheit? Ein Denkananstoß... Das komplette Interview "Im Krankenhaus ist der Mensch kein Mensch mehr" finden Sie unter folgendem Link:
» www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ulrich-hildebrandt-ex-chefarzt-rechnet-mit-dem-kliniksystem-ab-a-1126561.html
Der Link unten führt zu einem interessanten Kurzbeitrag aus der Branche Metallverarbeitung, der sich sehr gut auf das Gesundheitswesen sowie andere Branchen übertragen lässt. Es ist ein Plädoyer für Mitarbeiterbefragungen bzw. die Notwendigkeit, den Mitarbeitern regelmäßig "Raum für ihre Meinungen und Bedürfnisse" zu geben. Lediglich die Implikationen kommen im Beitrag zu kurz (bzw. sie sind nicht ganz ernst zu nehmen). Dennoch halten wir den Artikel einer Spiegel-Kolumne für einen lesenswerten Denkanstoß.

» www.spiegel.de/karriere/management-chefs-sollten-ihren-mitarbeitern-zuhoeren-a-1123593.html
Laut einer Umfrage des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (ifas) beklagen sich 56 Prozent aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, dass sie zu wenig Zeit für ihre Patienten haben, 29 Prozent fühlen sich von ihrer Arbeit gar ausgebrannt und 30 Prozent seien mit ihrem Einkommen unzufrieden. Auf Seite der Psychotherapeuten sind es sogar 55 Prozent, die mit ihrem monatlichen Einkommen nicht zufrieden sind. Der Ärztemonitor ergab ebenso, dass rund jeder vierte Arzt (24 Prozent) in den nächsten fünf Jahren seine Praxis abgeben möchte und über 71 Prozent derer die Suche nach einem Nachfolger als schwierig empfinden.
Faszinierend: Trotz aller Bedenken und Sorgen ist keine Berufsgruppe ist so zufrieden mit ihrem Beruf wie Ärzte und Psychotherapeuten. So herrscht laut der Umfrage bei 90 Prozent aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie bei 98 Prozent aller Therapeuten Zufriedenheit.
Weitere interessante Umfrageergebnisse lesen Sie im Deutschen Ärzteblatt (Jg. 113, Heft 43) oder unter folgendem Link:
» www.aerzteblatt.de/archiv/183218/Aerzteumfrage-Grosse-Zufriedenheit-trotz-hoher-Belastung
Unter dem Titel "Die Medizin wird weiblich" ist in der KU Gesundheitsmanagement 03/2016 ein interessanter Artikel erschienen, der die bereits bekannten Trends nochmal recht übersichtlich zusammenfasst.
Dabei wird auf die Bedürfnisse der sog. Generation Y und den immer höher werdenen Anteil weiblicher Ärztinnen eingegangen sowie die damit verbundenen Implikationen für das Personalmanagement. Dazu gehören z.B. eine veränderte Vorstellung von attraktiver Arbeit ("Leben beim Arbeiten"), der Wunsch nach Flexibilität, eine höhere Wechselbereitschaft der Arbeitgeber, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etc.
Die bereits bekannten Trends haben selbstredend einen Einfluss, wie Krankenhäuser sich zukünftig als attraktiver Arbeitgeber präsentieren sollten, wie sie Mitarbeiter binden können und somit im Kampf um qualifizierte Fachkräfte bestehen. Wir beraten Sie gerne zu damit verbundenen Themen wie Führungskultur, Employer Branding, Patienten-, Mitarbeiter- und Zuweiserbefragungen.

» KU Gesundheitsmanagement 03/2016 (S. 54-58)
Das Ärzteblatt hat am 19.04.16 einen Artikel mit interessanten Wirtschaftszahlen zur Gesundheitsbranche veröffentlicht, basierend auf Analysen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Diese stimmen hinsichtlich vieler Trends (z.B. Teilzeitarbeit) sehr gut mit unseren Erfahrungen aus der Beratertätigkeit überein.

Die Gesundheitswirtschaft erreichte 2015 einen Anteil von 12% am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von insgesamt 3 Billionen Euro und gehört damit nach der Industrie, dem öffentl. Sektor und dem Sektor Handel, Verkehr & Gastgewerbe zu den entscheidenen Wirtschaftsmotoren. 6,8 Millionen Menschen hat die Gesundheitsbranche im zurückliegenden Jahr beschäftigt. Damit war rund jeder sechste Erwerbstätige in der Branche tätig. Das waren rund 100.000 mehr als 2014 und 900.000 mehr als im Jahr 2004. Die Tendenz ist daher stetig steigend. Im Schnitt wächst der Wirtschaftszweig Gesundheitswesen in Ost und West mit 3,5 Prozent im Jahr etwa gleich stark und damit gut doppelt so kräftig wie die Gesamtwirtschaft. Der Trend zur Ambulantisierung zeigt sich auch in den Wachstumszahlen, da der ambulante Sektor im Vergleich zum stationären Sektor noch stärker zulegte. Auch wird die Gesundheitsbranche immer offener für Teilzeitbeschäftigungen: Der Teilzeitanteil hat auf Basis von Daten aus 2014 mittlerweile 21,3 Prozent erreicht gegenüber 12,3 Prozent im Jahr 2004.

Weitere interessante Daten finden Sie unter folgendem Link sowie beim BMWi.
» www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitswirtschaft/article/909607/wirtschaftskraft-jobmotor-gesundheitswirtschaft-brummt.html
In unserer Beraterfunktion erleben wir immer wieder die Frage seitens der Kandidaten, wie viel Wert einer Habilitation beigemessen wird. Im Deutschen Ärzteblatt vom 25. März 2016 sind interessante Informationen dazu veröffentlicht. So hatte z.B. eine beendete Habilitation bei 71% der Umfrageteilnehmer (n=628) einen beruflichen Aufstieg zur Folge. Auch wenn daraus noch keine kausale Beziehung abgeleitet werden kann, so ist die Habilitation sicherlich immer noch karrierefördernd.
Im Durchschnitt habilitierten die Teilnehmer mit 38 Jahren. Als wesentliche Motivationsfaktoren für die Habilitation wurden (i) Freude an der Forschung und (ii) bessere berufliche Zukunftschancen angegeben. Hinsichtlich der Reformwünsche für die Habilitation standen (i) eine bundeseinheitliche Habilitationsordnung, (ii) verringerte Abhängigkeit von Ordinarien sowie (iii) mehr Transparenz ganz oben.
Mehr zu den Ergebnissen finden Sie unter folgendem Link:
» m.aerzteblatt.de/print/175480.htm
Der Aufkauf von öffentlichen Häusern durch private Konzerne hat in den 3 letzten Jahren deutlich abgenommen im Vergleich zum Trend der vorherigen 20 Jahre. Seit der Wiedervereinigung stieg die Zahl der privat geführten Häuser um rund 10 Prozentpunkte pro Jahrzehnt, in den letzten 3 Jahren wuchs der Marktanteil privater Träger jedoch nur 1,9 Prozent. Dies liegt auch daran, dass die Öffentlichen und Freigemeinnützigen den Wettbewerb im Gesundheitswesen angenommen haben, besser zusammenarbeiten und sich attraktiver im Markt positionieren. Bemerksenswert ist das trotz der finanziellen Unterversorung vieler Häuser. Weitere Informationen dazu finden sich in der aktuellen kma (20. Jg. / Dez 2015).

» www.kma-online.de/kmamagazin/
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